Extra Super P Force (Sildenafil / Dapoxetin) – Patienteninformation (AT)
Hinweis: Diese Seite dient der verständlichen Orientierung. Sie ersetzt nicht das Gespräch mit Ärztin/Arzt oder Apotheke. Die Zusammensetzung von Extra Super P Force kann je nach Land/Produktvariante variieren. Bitte prüfen Sie vor der Einnahme immer die Angaben auf der Packung (Stärke, Zusammensetzung, Hinweise).
1) Grundinformationen zum Produkt
Extra Super P Force ist ein Kombinationspräparat aus:
- Sildenafil (für die erektile Funktion)
- Dapoxetin (für die Kontrolle des Samenergusses bei vorzeitiger Ejakulation; häufig als Bestandteil von „SSRI-ähnlichen“ Konzepten beschrieben)
Typischerweise wird das Produkt bei Männern eingesetzt, bei denen Erektionsprobleme und/oder vorzeitige Ejakulation eine Rolle spielen.
Wofür steht die Kombination? Sildenafil unterstützt die Peniserektion, während Dapoxetin die Dauer bis zur Ejakulation beeinflussen kann.
2) Wie wirkt Extra Super P Force? (Wirkmechanismus)
Sildenafil
Sildenafil gehört zur Gruppe der Phosphodiesterase-5(PDE-5)-Hemmer. Es verstärkt die Wirkung von Stickstoffmonoxid (NO) im Körper. Dadurch:
- entspannen sich glatte Muskelzellen in den Blutgefäßen des Penis,
- es kommt zu mehr Blutfluss im Penisinnengewebe,
- eine Erektion wird erleichtert – vorausgesetzt, es besteht sexuelle Stimulation.
Dapoxetin
Dapoxetin ist ein Mittel, das die Serotonin-Signalübertragung beeinflusst. In Bezug auf die Sexualfunktion kann dies helfen, die Kontrolle über den Zeitpunkt der Ejakulation zu verbessern. Praktisch bedeutet das: Bei geeigneten Anwendern kann sich die Zeit bis zur Ejakulation verlängern.
3) Pharmakokinetik (Aufnahme, Verteilung, Abbau, Ausscheidung)
Die folgenden Punkte geben einen praxisnahen Überblick über den „Körperweg“ der Wirkstoffe. Exakte Zeiten können je nach Person (Alter, Leber-/Nierenfunktion, Begleitmedikation, Nahrungsaufnahme) variieren.
| Wirkstoff | Beginn der Wirkung (typisch) | Spitzenkonzentration (ca.) | Dauer (typisch) | Ausscheidung (vereinfacht) |
|---|---|---|---|---|
| Sildenafil | oft innerhalb von ~30–60 Minuten | ~30–120 Minuten | mehrere Stunden, häufig bis zu ca. 4 Stunden spürbar | überwiegend Leberstoffwechsel, Ausscheidung u. a. über den Stuhl |
| Dapoxetin | oft relativ schnell nach Einnahme | kann deutlich innerhalb der ersten Stunden liegen | kurz bis mittel (für die Einnahme vor dem Sex ausgelegt) | überwiegend Metabolismus in der Leber und Ausscheidung der Metabolite |
Wichtig: Die Kombination kann dazu führen, dass sich die „optimalen Zeitfenster“ beider Komponenten überlappen müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
4) Typische Anwendung – Wann und wie wird es genommen?
Typischer Einsatzbereich: kurz vor geplanter sexueller Aktivität. Extra Super P Force wird in der Regel nach Bedarf angewendet.
Zeitpunkt der Einnahme
- Üblich ist eine Einnahme etwa 30–60 Minuten vor dem Sex.
- Bei manchen Personen kann es sinnvoll sein, den Abstand zu vergrößern oder zu verkürzen – beobachten Sie, wie Ihr Körper reagiert.
Wann ist die Wirkung nicht „so wie gewünscht“?
- Wenn die Einnahme zu spät erfolgt (Wirkstoffe erreichen nicht rechtzeitig ausreichend Konzentration).
- Wenn viel und/oder fettreiches Essen die Aufnahme verzögert.
- Bei starkem Alkoholkonsum oder ungünstigen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
5) Indikationen (Wofür ist Extra Super P Force gedacht?)
Extra Super P Force ist vor allem für Situationen gedacht, in denen gleichzeitig oder getrennt folgende Beschwerden auftreten können:
- Erektile Dysfunktion (Probleme, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen oder zu halten)
- Vorzeitige Ejakulation (Ejakulation früher als gewünscht)
Gut zu wissen: Sexuelle Reaktion hängt auch von psychologischen Faktoren, allgemeiner Gesundheit, Beziehungssituation und Erregung ab. Die Medikamente unterstützen physiologische Prozesse, „erzwingen“ aber keine Erregung.
6) Dosierung – praxisnahe Hinweise
Wichtig: Die exakte Dosierung hängt von der konkreten Produktstärke ab (z. B. Tablettenstärke von Sildenafil und Dapoxetin). Bitte entnehmen Sie die Dosierung der Packungsbeilage oder den Angaben des jeweiligen Produkts.
Allgemein gilt:
- Die Einnahme erfolgt vor Bedarf.
- Typischerweise wird eine Dosis vor dem geplanten Geschlechtsverkehr eingenommen.
- Es sollte nicht mehrfach pro Tag eingenommen werden, ohne medizinische Anleitung.
Besondere Vorsicht bei bestimmten Situationen
- Ältere Personen und Menschen mit besonderen Vorerkrankungen können empfindlicher reagieren.
- Leberprobleme können den Abbau beeinflussen.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfordern besondere Beurteilung (insbesondere bei Medikamentenwechselwirkungen).
7) Essen & Getränke: Wechselwirkungen mit Nahrung
Essen kann die Wirkung beeinflussen, vor allem bei Sildenafil. Vor allem fettreiche Speisen können die Magenentleerung verzögern und damit:
- den Wirkbeginn verzögern,
- die Wirkung erst später „greifbar“ machen.
Praktischer Tipp: Wenn Sie ein verzögertes Timing bemerken, versuchen Sie beim nächsten Mal eine Einnahme mit etwas größerem zeitlichem Abstand oder reduzieren Sie den Fettanteil der Mahlzeit unmittelbar vor dem Essen.
8) Alkohol – Wirkung und Risiken
Alkohol kann:
- die sexuelle Leistungsfähigkeit indirekt beeinträchtigen,
- das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen (z. B. Schwindel, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall bei empfindlichen Personen),
- die Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit erschweren.
Empfehlung: Wenn Sie Extra Super P Force verwenden, trinken Sie nur moderat oder möglichst gar keinen Alkohol. Bei starker Alkoholisierung steigt das Risiko, dass Sie sich schlechter fühlen oder Nebenwirkungen stärker spüren.
9) Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (besonders wichtig)
Wechselwirkungen können die Wirkung verstärken oder Nebenwirkungen erhöhen – oder die Sicherheit gefährden. Besonders relevant sind:
Absolut/hochriskant: Nitrate und „NO-Donatoren“
Die Kombination eines PDE-5-Hemmers (wie Sildenafil) mit Nitraten (z. B. bestimmte Mittel gegen Angina pectoris) kann zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen.
- Wenn Sie Nitrate verwenden (z. B. bei Brustschmerz/Angina): nicht anwenden.
- Auch andere potente gefäßerweiternde Wirkstoffe können problematisch sein.
Riociguat (bei Lungenhochdruck)
- Auch bei Riociguat besteht ein Risiko für Blutdruckabfälle.
Alkoholfreundliche, aber dennoch relevante Wechselwirkung: Medikamente gegen Blutdruck
Wenn Sie Medikamente zur Blutdrucksenkung nehmen, kann es durch Sildenafil zu zusätzlichem Blutdruckabfall kommen. Sprechen Sie bei Unsicherheiten mit Apotheke/Arzt.
Starke Hemmer oder Induktoren von Enzymen (CYP)
Sildenafil wird unter anderem über Leberenzyme abgebaut. Medikamente, die diese Enzyme stark beeinflussen, können:
- den Spiegel erhöhen (mehr Risiko für Nebenwirkungen),
- oder die Wirkung abschwächen.
Beispiele für Wirkstoffklassen, bei denen Vorsicht geboten ist (nicht vollständig): bestimmte Antibiotika/Antimykotika, HIV-Medikamente, einige Antidepressiva und andere.
Weitere Sexual-/Erektionsmittel
- Die gleichzeitige Einnahme mit anderen PDE-5-Hemmern wird nicht empfohlen.
SSRIs/ähnliche Antidepressiva
Dapoxetin hat einen Wirkmechanismus, der mit serotonergen Systemen zusammenhängt. Wenn Sie bereits serotonerge Medikamente einnehmen, kann das Zusammenspiel ungünstig sein. Besprechen Sie die Kombination vorab.
10) Sicherheit & mögliche Nebenwirkungen
Die meisten Nebenwirkungen sind vorübergehend und mild bis moderat. Dennoch gilt: Wenn Sie ungewöhnliche, starke oder anhaltende Beschwerden bemerken, suchen Sie medizinischen Rat.
Häufige mögliche Nebenwirkungen (Beispiele)
- Kopfschmerzen
- Flush (Hitzegefühl, Rötung im Gesicht)
- Schwindel
- Verdauungsbeschwerden (z. B. Übelkeit)
- Verstopfte oder laufende Nase
- Bei Dapoxetin-Konzepten: u. a. mögliche Veränderungen im Schlafgefühl, Übelkeit oder Schwindel (individuell)
Worauf Sie besonders achten sollten
- Brustschmerz, starker Schwindel, Ohnmacht: sofort abklären lassen.
- Plötzliche Seh- oder Hörstörungen (selten): dringend ärztlich abklären.
- Starke allergische Reaktionen (z. B. Schwellungen, Atemnot): Notfall.
Kontraindikationen (wann besser nicht?)
Extra Super P Force ist in folgenden Situationen typischerweise nicht geeignet oder nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung:
- Einnahme von Nitraten oder sehr ähnlichen gefäßerweiternden Therapien
- Schwere Leber- oder Nierenprobleme (abhängig von Schweregrad und ärztlicher Einschätzung)
- Unklare Ursachen für Erektionsstörungen, die zuerst abgeklärt werden sollten
Wichtiger Hinweis: Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Gesundheitszustand oder Ihre Medikamente kompatibel sind, fragen Sie vor der Einnahme bei Apotheke oder Arzt nach.
11) Praktische Anwendungstipps (damit es besser klappt)
- Starten Sie mit realistischen Erwartungen: Sildenafil unterstützt die Erektion; sexuelle Stimulation bleibt entscheidend.
- Timing optimieren: testen Sie an einem geeigneten Tag (nicht „unter Druck“ vor einem wichtigen Termin).
- Fettreiches Essen reduzieren: hilft häufig, die Wirkung pünktlicher zu erreichen.
- Flüssigkeit & Ruhe: Dehydrierung und Stress können den Effekt verschlechtern.
- Nicht überdosieren: mehr Tabletten bedeuten nicht automatisch „mehr Erfolg“ – aber mehr Risiko für Nebenwirkungen.
- Notieren: Wenn möglich, notieren Sie Datum, Uhrzeit, gegessen/Alkohol (ja/nein) und Ihre Erfahrung – so finden Sie Ihr persönliches Timing.
12) Alternative Optionen
Je nach Ursache und Ihren Zielen gibt es Alternativen oder ergänzende Ansätze.
Für Erektionsprobleme (Sildenafil-Gruppe)
- Andere PDE-5-Hemmer (z. B. Tadalafil, Vardenafil) – unterschiedlich in Wirkeintritt und Wirkdauer.
- Behandlung der zugrunde liegenden Faktoren: Blutdruck, Diabetes, Rauchen, Gewicht, Schlafapnoe.
- Psychosexuelle Beratung bei Angst/Leistungsdruck.
Für vorzeitige Ejakulation
- Verhaltenstechniken (z. B. „Start-Stop“-Techniken)
- Lokale Mittel oder Kondome mit Verzögerungswirkung
- Medikamentöse Optionen, die mit Ihrer Situation abgestimmt werden (durch Fachpersonal)
Wenn Sie unsicher sind
Hilfreich ist eine klare medizinische Einordnung: Geht es primär um Erektion, primär um Ejakulation oder um beides? Davon hängt die beste Strategie ab.
13) Markt- & Rechtskontext in Österreich (Überblick)
In Österreich gelten für Arzneimittel strenge Regeln hinsichtlich Zulassung, Kennzeichnung, Abgabevorschriften und Qualitätssicherung. Online-Angebote müssen die einschlägigen Vorgaben erfüllen, insbesondere:
- korrekte Produktkennzeichnung (Wirkstoffe, Stärke, Darreichungsform)
- Nachvollziehbarkeit der Lieferkette
- Erfüllung regulatorischer Anforderungen (z. B. Registrierung/Verfügbarkeit je nach Kategorie)
- Bereitstellung verständlicher Informationen für Verbraucher
Wichtig: Je nach Produktstatus (z. B. zugelassenes Arzneimittel, Medizinprodukt, bzw. andere Produktkategorie) können sich Abgabe- und Informationspflichten unterscheiden. Eine zuverlässige Online-Apotheke zeigt transparente Angaben zu Produkt und Versandbedingungen.
14) Aktuelle Hinweise/Guidance (praktische Orientierung)
Für Präparate mit erektionswirksamen Wirkmechanismen und/oder serotonergen Anteilen gilt in der Praxis besonders:
- Wechselwirkungen zuerst prüfen (v. a. Nitrate/NO-Donatoren und relevante Herzmedikamente).
- Alkoholkonsum reduzieren, insbesondere beim ersten Versuch.
- Bei Vorerkrankungen (Herz-Kreislauf, Leber, schwere psychische Erkrankungen) vorher abklären.
- Bei Nebenwirkungen: Dosis reduzieren oder absetzen und Beratung einholen.
Bei Unsicherheiten zur Kompatibilität Ihrer bestehenden Medikation ist ein Gespräch mit einer medizinisch geschulten Stelle sinnvoll.
15) Lieferung & Verfügbarkeit in Österreich
Online können Versand und Verfügbarkeit je nach Liefergebiet, Lagerbestand und Produktstatus variieren. Achten Sie beim Bestellprozess typischerweise auf:
- Versand nach Österreich (Lieferzeitfenster)
- Verpackung/Temperaturbedingungen (sofern relevant)
- Liefer-Tracking oder Zustelloptionen
- Rückfragen zum Produkt (z. B. Stärke/Packungsgröße)
Praktischer Tipp: Bestellen Sie nicht „auf den letzten Drücker“, besonders wenn Sie erst testen möchten. Planen Sie einen angemessenen Zeitpuffer ein.
16) FAQ – Häufige Fragen
Wie schnell wirkt Extra Super P Force?
Viele Anwender spüren eine Wirkung innerhalb von etwa 30–60 Minuten. Bei fettreichem Essen kann der Beginn verzögert sein.
Wie lange hält die Wirkung an?
Sildenafil kann üblicherweise über mehrere Stunden wirksam sein. Die spürbare Gesamtwirkung hängt jedoch stark von Person, Timing und Begleitumständen ab.
Kann ich es täglich einnehmen?
Extra Super P Force wird in der Regel nach Bedarf vor sexueller Aktivität eingesetzt. Eine tägliche oder wiederholte Einnahme ohne medizinische Rücksprache erhöht das Risiko für Nebenwirkungen.
Was soll ich tun, wenn ich Nebenwirkungen bekomme?
Brechen Sie die Einnahme ab, wenn Sie sich deutlich unwohl fühlen. Bei starken Symptomen (z. B. Brustschmerz, Ohnmacht, starke Seh-/Hörstörungen) suchen Sie sofort medizinische Hilfe.
Ist es sicher, wenn ich Blutdruckmedikamente nehme?
Viele Blutdruckmedikamente können mit Sildenafil zu einem zusätzlichen Blutdruckabfall führen. Das ist nicht automatisch verboten, aber sollte vorher abgeklärt werden, besonders bei niedrigem Blutdruck oder starker Medikamentenlast.
Darf ich es mit Alkohol kombinieren?
Am besten nur möglichst wenig Alkohol. Starker Alkoholkonsum erhöht Nebenwirkungen (Schwindel, Kopfschmerzen) und kann die Effekte vermindern.
Kann ich es mit anderen Erektionsmitteln zusammennehmen?
In der Regel sollten keine doppelten PDE-5-Hemmer kombiniert werden. Wenn Sie mehrere Produkte in Erwägung ziehen, fragen Sie zuerst nach.
Hilft es auch ohne sexuelle Stimulation?
Sildenafil unterstützt die Durchblutung und Erektionsfähigkeit, aber sexuelle Erregung/Stimulus bleibt erforderlich. Ohne Stimulation ist die Wirkung meist nicht ausreichend.
Wann sollte ich die Einnahme lieber vermeiden und ärztlich klären lassen?
Bei unklaren Beschwerden, bekannten schweren Herzproblemen, Einnahme von Nitraten, plötzlichen neurologischen/sehenhörbezogenen Symptomen oder bei deutlicher Unverträglichkeit sollten Sie die Einnahme nicht fortsetzen und Beratung einholen.
17) Kurz-Zusammenfassung
- Extra Super P Force kombiniert Sildenafil und Dapoxetin zur Unterstützung von Erektionsfunktion und Kontrolle der Ejakulation.
- Die Einnahme erfolgt meist 30–60 Minuten vor dem Sex; fettreiche Mahlzeiten können den Beginn verzögern.
- Vorsicht bei Wechselwirkungen, besonders mit Nitraten/NO-Donatoren und relevanten Herzmedikamenten.
- Alkohol nur moderat oder besser vermeiden.
- Bei starken oder ungewöhnlichen Symptomen: sofort medizinische Abklärung.

