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Metformin (Metformin hydrochloride)

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Metformin- hydrochlorid ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Es hilft, die Zuckermenge im Blut zu senken, indem es die Insulinwirkung im Körper verbessert und die Zuckerproduktion in der Leber reduziert. Metformin kann auch dazu beitragen, den Blutzucker langfristig besser zu kontrollieren. Nehmen Sie es immer genau nach Anweisung ein. Regelmäßige Kontrollen von Blutzucker und Nierenfunktion sind wichtig.

Metformin (Metformin-Hydrochlorid) – Patienteninformation für Österreich

Metformin ist ein bewährter Wirkstoff aus der Gruppe der Biguanide und wird vor allem zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. In dieser Information finden Sie leicht verständliche, medizinische Grundlagen zu Wirkung, Anwendung, Ernährungseinflüssen, Wechselwirkungen sowie praktische Tipps für den Alltag.

Wichtige Hinweise

  • Diese Seite dient der allgemeinen Information. Ihre individuelle Therapie richtet sich nach Ihrer Vorgeschichte, Ihren Laborwerten und Ihrem persönlichen Risiko.
  • Metformin sollte regelmäßig und wie verordnet eingenommen werden. Setzen Sie die Einnahme nicht eigenständig ab oder ändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache.
  • Bei bestimmten Warnzeichen (z. B. starke Schwäche, Übelkeit mit anhaltendem Erbrechen, Atemnot) kann eine seltene, aber ernsthafte Nebenwirkung vorliegen. In solchen Fällen ist rasches ärztliches Abklären wichtig.

Produktgrundlagen

Metformin trägt meist die Bezeichnung Metformin-Hydrochlorid. Es ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich (häufig Filmtabletten und – je nach Produkt – Retardtabletten). Retardformen geben den Wirkstoff langsamer frei und können die Verträglichkeit im Magen-Darm-Trakt verbessern.

Eigenschaft Beschreibung (allgemein)
Wirkstoff Metformin (als Metformin-Hydrochlorid)
Gruppe Antidiabetika – Biguanide
Hauptziel Verbesserung der Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetes
Typische Anwendung Langfristige Therapie, oft als Basistherapie
Darreichungsformen Je nach Produkt: sofort freisetzend oder Retardtabletten

Wie Metformin im Körper wirkt (Wirkmechanismus)

Metformin senkt den Blutzucker auf mehreren Wegen. Es wirkt dabei besonders auf Prozesse in Leber und Darm sowie auf die Nutzung von Glukose im Körper. Wichtig ist: Metformin führt nicht primär zu einer “Insulin-ausschüttenden” Wirkung wie manche anderen Diabetesmittel. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit einer Unterzuckerung im Vergleich zu insulinotropen Substanzen meist geringer.

  • Hemmung der Glukoseproduktion in der Leber: Metformin reduziert die “Glukosefreisetzung” aus der Leber.
  • Verbesserte Insulinsensitivität: Die Wirkung von Insulin auf die Körperzellen wird effektiver.
  • Einfluss auf den Darmstoffwechsel: Metformin kann die Aufnahme/Verwertung von Glukose im Magen-Darm-Trakt beeinflussen.
  • Gewicht und Stoffwechsel: Bei vielen Menschen bleibt das Gewicht eher stabil oder nimmt moderat zu/wenig ab (individuell unterschiedlich).

Pharmakokinetik: Wie der Wirkstoff im Körper abläuft

Pharmakokinetik beschreibt, was der Körper mit einem Wirkstoff macht. Diese Informationen helfen zu verstehen, warum Einnahmezeitpunkt, Nierenfunktion und Darreichungsform eine Rolle spielen.

  • Aufnahme: Metformin wird nach oraler Einnahme aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
  • Wirkspitzen: Bei sofort freisetzenden Formen tritt die maximale Konzentration oft relativ früher auf; Retardformen liefern einen flacheren Verlauf über längere Zeit.
  • Verteilung: Metformin verteilt sich im Körper u. a. in Geweben mit relevantem Stoffwechsel.
  • Abbau und Ausscheidung: Metformin wird weitgehend unverändert über die Nieren ausgeschieden. Das macht die Nierenfunktion besonders wichtig.
  • Bioverfügbarkeit: hängt u. a. von der Darreichungsform und dem individuellen Verdauungszustand ab.

Da Metformin überwiegend renal ausgeschieden wird, ist die regelmäßige Kontrolle von Nierenwerten (z. B. Kreatinin/eGFR) ein wichtiger Bestandteil der sicheren Anwendung.

Wofür wird Metformin typischerweise eingesetzt?

Metformin wird vor allem bei Typ-2-Diabetes eingesetzt. Häufig ist es eine Basistherapie, wenn Ernährung, Bewegung und ggf. weitere Maßnahmen nicht ausreichen.

Mögliche Einsatzbereiche (allgemein)

  • Monotherapie bei Typ-2-Diabetes (z. B. wenn andere Optionen nicht geeignet sind).
  • Kombinationstherapie zusammen mit anderen Antidiabetika, falls der Zielwert für den Blutzucker allein nicht erreicht wird.
  • Begleitend zu Lebensstilmaßnahmen (gesunde Ernährung, körperliche Aktivität, Gewichtsmanagement).

Je nach Land, Leitlinienlage und individueller Situation kann das “Therapieziel” variieren (z. B. HbA1c-Zielwert, individueller Nutzen/Risiko-Fokus). In Österreich orientieren sich Behandlungsentscheidungen häufig an etablierten Empfehlungen und den verfügbaren Fachinformationen.

Wie und wann Metformin einnehmen? (Timing & Einnahmeschema)

Der richtige Einnahmezeitpunkt hängt von Ihrer Dosis und Darreichungsform ab. Ziel ist eine gute Verträglichkeit und eine stabile Wirkung über den Tag.

Allgemeine Orientierung

  • Mit dem Essen: Metformin wird in der Regel zu oder nach den Mahlzeiten eingenommen, um Magen-Darm-Nebenwirkungen zu reduzieren.
  • Bei mehrmaliger Einnahme täglich: Verteilen Sie die Dosen möglichst gleichmäßig (z. B. morgens und abends).
  • Dosissteigerung: Häufig wird die Dosis zu Beginn langsam erhöht, um die Verträglichkeit zu verbessern.
  • Retardtabletten: Retardformen werden üblicherweise nicht zerdrückt oder zerteilt, sofern dies in der Packungsinformation nicht ausdrücklich anders angegeben ist. Das schützt die verzögerte Wirkstofffreigabe.
  • Vergessene Dosis: Nehmen Sie bei einer vergessenen Dosis nicht die doppelte Menge ein. Der nächste Einnahmezeitpunkt wird regulär genutzt. Im Zweifel fragen Sie bei Ihrer Apotheke nach.

Beispiel: typisches Einnahme-Pattern (nur als Orientierung)

Ihr konkretes Schema kann abweichen. Unten finden Sie ein häufiges Muster, wie Metformin im Alltag aufgeteilt sein kann:

  • Sofortfreisetzend (z. B. 2× täglich): morgens zu/ nach dem Frühstück und abends zu/ nach dem Abendessen.
  • Retard (z. B. 1× täglich): meist zu einer festen Tageszeit, oft mit dem Abendessen, je nach Produkt.

Verlassen Sie sich für konkrete Angaben stets auf Ihre Packungsinformation und die ärztliche Anweisung.

Ernährung & Nahrungsmittel: Wie beeinflusst Essen Metformin?

Essen hat vor allem Einfluss auf die Verträglichkeit. Viele Menschen erleben zu Beginn oder bei zu schneller Dosissteigerung Magen-Darm-Beschwerden. Die Einnahme mit oder nach Mahlzeiten kann diese Nebenwirkungen deutlich reduzieren.

Praktische Ernährungstipps

  • Essen Sie bei Einnahmezeitpunkt idealerweise regelmäßig (statt “auf nüchternen Magen”).
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Kost mit ausreichend Ballaststoffen, mageren Proteinen und komplexen Kohlenhydraten.
  • Bei Durchfall oder Übelkeit: vorübergehend leichter essen (z. B. einfache Kost) und ausreichend trinken.
  • Klären Sie bei anhaltenden Magen-Darm-Problemen mit Ihrem Behandlungsteam, ob Dosisanpassung oder Retardform sinnvoll ist.

Glukosekontrolle

Metformin wirkt auf den Stoffwechsel. In Kombination mit anderen Arzneien oder bei Änderung des Lebensstils kann die Wirkung spürbar werden. Messen Sie bei Bedarf Ihre Werte (z. B. Blutzucker) nach dem vereinbarten Plan.

Alkohol & Wechselwirkungen: Was ist zu beachten?

Alkohol ist bei Diabetes nicht grundsätzlich verboten, aber die Kombination mit bestimmten Situationen kann problematisch sein. Besonders relevant ist das Risiko einer Laktatazidose, einer sehr seltenen, aber ernsten Stoffwechselstörung, die bei Risikosituationen wahrscheinlicher wird.

Alkohol – allgemeine Empfehlung

  • Meiden Sie exzessiven Alkoholkonsum (Binge Drinking).
  • Seien Sie vorsichtig bei Alkoholvergiftung, Dehydrierung oder Fasten/ sehr wenig Essen.
  • Bei akuten Erkrankungen (z. B. Infekte mit Erbrechen/Durchfall) ist Alkohol häufig ungünstig, da die Nieren- und Stoffwechsellage belastet sein kann.

Wichtige Arzneimittel-Interaktionen (Auswahl)

Wechselwirkungen hängen von der konkreten Medikation ab. Häufig im Alltag wichtig:

  • Jodhaltige Kontrastmittel (z. B. für bestimmte bildgebende Untersuchungen): können die Nieren belasten. Metformin wird in manchen Situationen zeitweise pausiert – die Vorgehensweise wird vom Behandlungsteam geplant.
  • Bestimmte Medikamente, die die Nierenfunktion beeinflussen oder die Wasser-/Elektrolytbalance stören (z. B. einige Diuretika in bestimmten Konstellationen): Monitoring kann erforderlich sein.
  • Medikamente, die den Blutzucker verändern: Bei Kombination mit anderen Antidiabetika kann die Gesamtsenkung stärker ausfallen. Unterzuckerungsrisiken sind besonders bei Kombinationen mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen zu beachten.

Für eine verlässliche Einschätzung sind die konkreten Wirkstoffe und Ihre Laborwerte entscheidend. Fragen Sie bei Ihrer Apotheke, wenn Sie mehrere Medikamente einnehmen.

Indikationen: Wann wird Metformin verwendet?

In der Praxis wird Metformin vor allem bei Typ-2-Diabetes mellitus eingesetzt, wenn Ernährung, Bewegung und ggf. andere Maßnahmen den Blutzucker nicht ausreichend regulieren. Die genaue Indikation und Kombinationsmöglichkeiten ergeben sich aus der offiziellen Fachinformation Ihres Produkts sowie aus Ihrer individuellen Behandlungsstrategie.

  • Typ-2-Diabetes (häufig insbesondere bei Übergewicht, Insulinresistenz oder wenn eine Basistherapie benötigt wird).
  • Kombination mit anderen Antidiabetika (wenn zusätzliche Blutzuckerkontrolle notwendig ist).
  • Unterstützung von Lebensstilmaßnahmen als Bestandteil eines Gesamtkonzeptes.

Dosierung: Wie wird Metformin üblicherweise angepasst?

Die Dosierung wird individuell festgelegt. Dabei spielen unter anderem Ihre Nierenfunktion (eGFR/Kreatinin), der aktuelle Blutzucker und die Verträglichkeit eine Rolle.

Typisches Vorgehen in der Praxis

  • Start niedrig: Häufig beginnt man mit einer niedrigen Dosis, um Magen-Darm-Nebenwirkungen zu reduzieren.
  • Langsame Steigerung: Die Dosis wird in Abständen erhöht, bis ein ausreichender Effekt erreicht ist.
  • Berücksichtigung der Nierenfunktion: Bei eingeschränkter Nierenleistung kann eine Anpassung oder ein anderes Vorgehen erforderlich sein.
  • Retardformen: können je nach Produkt eine andere Dosierlogik haben (z. B. 1× täglich).

Da Produkte und Wirkstärken variieren, geben wir hier keine exakten mg-Tabellen ohne Bezug zu Ihrem konkreten Präparat. Für die sichere Anwendung orientieren Sie sich bitte an:

  • Ihrer Packungsbeilage
  • der ärztlichen/therapeutischen Anweisung
  • dem Etikett Ihrer Medikamentenschachtel

Kontrollen während der Therapie

  • Nierenwerte: regelmäßig (z. B. eGFR)
  • Stoffwechselwerte: HbA1c sowie ggf. weitere Laborparameter
  • Vitamin B12: Bei Langzeitanwendung kann ein Mangel begünstigt sein; je nach Risikoprofil wird daher eine Kontrolle empfohlen.

Sicherheitsprofil: Nebenwirkungen & Warnzeichen

Wie bei allen Arzneimitteln gibt es mögliche Nebenwirkungen. Die meisten sind mild und treten vor allem zu Beginn auf. Sprechen Sie bei Beschwerden mit Ihrem Behandlungsteam – insbesondere wenn Symptome zunehmen oder nicht verschwinden.

Häufige bzw. typische Nebenwirkungen

  • Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, Erbrechen.
  • Geschmacksveränderungen: gelegentlich (z. B. “metallischer” Geschmack).
  • Beginns- oder Dosisabhängig: häufig bei schneller Dosissteigerung oder Einnahme ohne Essen.

Seltene, aber wichtige Risiken

Eine Laktatazidose ist sehr selten, kann aber ernst sein. Das Risiko steigt in Situationen, in denen der Körper weniger Sauerstoff erhält, der Stoffwechsel stark belastet ist oder die Nierenfunktion eingeschränkt ist.

  • Zu den möglichen Warnzeichen gehören: starke Schwäche, Übelkeit mit anhaltendem Erbrechen, Bauchschmerzen, ungewöhnliche Müdigkeit, beschleunigte Atmung, Benommenheit.
  • Bei Verdacht: suchen Sie umgehend medizinische Hilfe.

Wer sollte besonders vorsichtig sein?

  • Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion
  • Personen mit schwerer Lebererkrankung oder Zuständen, die den Stoffwechsel stark belasten
  • Bei akuten schweren Infekten, Dehydrierung oder vor großen Operationen (Abklärung erforderlich)
  • Bei Situationen mit erhöhtem Risiko für Sauerstoffmangel (z. B. bestimmte schwere Herz-/Lungenerkrankungen)

Praktische Tipps für die sichere Anwendung im Alltag

  • Mit Mahlzeiten einnehmen: gerade in den ersten Wochen.
  • Dosissteigerung abwarten: wenn Ihr Schema eine langsame Erhöhung vorsieht, geben Sie dem Körper Zeit (typischerweise verbessern sich die Magen-Darm-Beschwerden häufig).
  • Retardtabletten korrekt verwenden: nicht zerkauen/zerdrücken, wenn es nicht ausdrücklich erlaubt ist.
  • Hydration: ausreichend trinken – besonders bei Hitze, Sport oder Durchfall/Erbrechen.
  • Kranken-Tage-Regel (vorsorglich): bei schweren Infekten mit Erbrechen/Durchfall oder deutlicher Flüssigkeitsminderung sollten Sie Ihre Situation zeitnah abklären lassen. (Metformin kann in bestimmten Akutsituationen vorübergehend pausiert werden – die Entscheidung trifft das Behandlungsteam.)
  • Vitaminkontrolle: fragen Sie bei Langzeitanwendung nach der Empfehlung zur Vitamin-B12-Kontrolle.
  • Medikamentenplan führen: halten Sie Wirkstoff, Dosierung, Uhrzeiten und Labortermine übersichtlich fest.

Alternative Optionen zu Metformin

Je nach individueller Situation gibt es verschiedene Alternativen oder Ergänzungen. Metformin ist häufig eine erste Wahl wegen Wirksamkeit, Erfahrung und Sicherheitsprofil. Wenn Metformin nicht vertragen wird oder nicht ausreicht, kommen u. a. folgende Optionen infrage (Beispiele):

Antidiabetika – mögliche Alternativen (je nach Fall)

  • Andere orale Antidiabetika: z. B. Mittel aus unterschiedlichen Wirkstoffklassen (abhängig von Verträglichkeit, Nierenfunktion und Zielwerten).
  • GLP-1-Rezeptoragonisten oder andere injizierbare Wirkstoffe: häufig bei bestimmten Patientengruppen (z. B. bei Bedarf an Gewichts-/Herz-Kreislauf-Nutzen).
  • Insulin: bei stärkerem Bedarf an Blutzuckersenkung oder in bestimmten Phasen der Therapie.
  • Kombinationen: manchmal wird Metformin beibehalten und ein weiteres Medikament ergänzt.

Welche Alternative sinnvoll ist, hängt u. a. von HbA1c, Begleiterkrankungen, Nierenfunktion, Gewicht, Lebensstil und verträglichen Optionen ab. Besprechen Sie Änderungen immer strukturiert mit Ihrer medizinischen Betreuung.

Metformin in Österreich: Markt- & Rechtskontext sowie Leitlinienlage

In Österreich sind Arzneimittel durch nationale und europäische Regeln geregelt. Für die Anwendung sind insbesondere die zugelassenen Indikationen und die Fach-/Gebrauchsinformation des jeweiligen Präparats maßgeblich.

  • Zulassung & Qualität: Metformin-haltige Produkte sind als Arzneimittel zugelassen und unterliegen pharmazeutischen Standards (Herstellung, Qualitätskontrolle).
  • Therapieorientierung: In der Praxis stützen sich Behandler bei der Auswahl von Wirkstoffen auf etablierte Leitlinien und Empfehlungen, die in Österreich regelmäßig aktualisiert bzw. in der Versorgungspraxis berücksichtigt werden.
  • Aktualität: Empfehlungen können sich über die Zeit ändern (z. B. zu Kontrollintervallen, Risiken oder Kombinationen). Für die aktuellste Ausrichtung ist der Blick in die neuesten Leitlinien/Publikationen und die Fachinformationen entscheidend.

“Letzte” praktische Orientierung (ohne Details zu konkreten Publikationen)

In den letzten Jahren haben sich in der Diabetesversorgung besonders folgende Schwerpunkte gezeigt:

  • konsequente Nierenfunktions-Beachtung und Anpassung/Überprüfung bei Risikopatienten,
  • stärkere Aufmerksamkeit für langfristige Verträglichkeit (u. a. Vitamin-B12),
  • Berücksichtigung von individuellen Zielen (z. B. kardiovaskuläres Gesamtprofil) bei Kombinationen.

Lieferung & Verfügbarkeit in der Online-Apotheke (Österreich)

Metformin ist in Österreich in der Regel gut verfügbar, da der Wirkstoff seit vielen Jahren im Einsatz ist und zahlreiche Hersteller/Präparate existieren können. Die konkrete Verfügbarkeit hängt jedoch vom jeweiligen Produkt (Wirkstärke, Darreichungsform) und dem Lagerbestand ab.

  • Bestellstatus: Nach Ihrer Bestellung erhalten Sie Informationen zum Lieferstatus und zur voraussichtlichen Zustellung.
  • Versand in AT: Der Versand erfolgt an Adressen in Österreich gemäß den jeweiligen Versandbedingungen des Shops.
  • Alternativen bei Engpässen: Falls ein bestimmtes Präparat kurzfristig nicht verfügbar ist, können ggf. gleichwertige Varianten (z. B. andere Wirkstärke/Darreichungsform) angeboten werden – abhängig von Ihrem individuellen Bedarf und der Produktgleichheit.
  • Verpackung & Lagerung: Bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung auf und schützen Sie es vor Feuchtigkeit und übermäßiger Wärme. Achten Sie auf das Haltbarkeitsdatum.

FAQ – Häufige Fragen zu Metformin (de-AT)

1) Wie schnell wirkt Metformin?

Metformin senkt den Blutzucker nicht “auf Knopfdruck”, sondern entfaltet seine Wirkung über Tage bis Wochen. Der Effekt wird besonders über Laborwerte wie HbA1c sichtbar. Akute Tageswerte können bereits früher beeinflusst werden, abhängig von Ernährung, Dosis und individueller Stoffwechsellage.

2) Kann ich Metformin mit/ohne Essen einnehmen?

Üblicherweise wird Metformin mit oder nach Mahlzeiten empfohlen, um Magen-Darm-Beschwerden zu reduzieren. Wenn Sie Beschwerden bemerken, ist das Einnehmen mit dem Essen oft ein wichtiger erster Schritt zur Verbesserung der Verträglichkeit.

3) Welche Nebenwirkungen sind am häufigsten?

Häufig sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen—vor allem zu Beginn oder bei schneller Dosissteigerung. Viele Beschwerden bessern sich im Verlauf.

4) Ist Unterzuckerung bei Metformin ein häufiges Problem?

Metformin bewirkt in der Regel nicht primär eine insulin-ausschüttende Wirkung. Dadurch ist das Risiko für Unterzuckerung im Vergleich zu einigen anderen Diabetesmedikamenten meist geringer. Ein Risiko kann jedoch steigen, wenn Metformin mit Insulin oder bestimmten anderen Wirkstoffen kombiniert wird.

5) Darf ich Alkohol trinken?

Gelegentlich und in moderaten Mengen ist Alkohol für viele Menschen mit Diabetes manchmal möglich, jedoch ist bei übermäßigem Alkoholkonsum, Fasten, Dehydrierung oder akuten Erkrankungen besondere Vorsicht geboten. Im Zweifel fragen Sie Ihre medizinische Betreuung.

6) Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?

Nehmen Sie die nächste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein. Verdoppeln Sie nicht die Menge. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich Rat in Ihrer Apotheke.

7) Muss ich bei einer Nierenerkrankung vorsichtig sein?

Ja. Da Metformin überwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, sollte die Nierenfunktion besonders beachtet werden. Ihre Laborwerte bestimmen, ob und in welcher Dosis Metformin geeignet ist.

8) Was sind Warnzeichen für eine seltene, ernste Nebenwirkung?

Achten Sie auf Warnzeichen wie starke Schwäche, Übelkeit mit anhaltendem Erbrechen, Bauchschmerzen oder auffällige beschleunigte Atmung. Bei Verdacht ist sofortiges ärztliches Abklären wichtig.

9) Gibt es Alternativen, falls ich Metformin nicht vertrage?

Ja. Je nach Ursache der Unverträglichkeit kann eine Anpassung (z. B. Umstellung auf eine Retardform) oder ein Wechsel bzw. eine Kombination mit anderen Antidiabetika sinnvoll sein. Besprechen Sie Optionen individuell.

10) Wann sollte ich die Einnahme bei akuter Krankheit anpassen?

Bei schwerem Infekt mit Erbrechen/Durchfall, starker Dehydrierung oder wenn Sie sehr wenig trinken oder essen können, ist häufig eine zeitnahe Abklärung durch Ihre medizinische Betreuung sinnvoll. Diese entscheidet, ob Metformin vorübergehend pausiert werden sollte.

Zusammenfassung

Metformin (Metformin-Hydrochlorid) ist eine häufig eingesetzte Basistherapie bei Typ-2-Diabetes. Es verbessert die Insulinsensitivität und reduziert u. a. die Glukoseproduktion in der Leber. In der Praxis ist besonders wichtig:

  • Mit Mahlzeiten einnehmen für bessere Verträglichkeit
  • Nierenfunktion regelmäßig prüfen, da Metformin renal ausgeschieden wird
  • Auf Warnzeichen achten und bei Akutsituationen frühzeitig abklären lassen
  • Langfristig Vitamin B12 im Blick behalten (je nach Empfehlung)

So kann Metformin sicher und effektiv einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Stoffwechsellage leisten – eingebettet in ein umfassendes Diabetes-Management mit Ernährung, Bewegung und regelmäßigen Kontrollen.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

500mg, 850mg, 1000mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 270 pill, 360 pill