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Nintedanib

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Nintedanib ist ein Arzneimittel, das den Verlauf bestimmter Formen von Lungenvernarbungen verlangsamen kann. Es wirkt, indem es Signale in Zellen hemmt, die die Bildung von Narbengewebe fördern. Nintedanib wird in der Regel in festen Dosen eingenommen. Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Bauchbeschwerden können auftreten. Nehmen Sie das Arzneimittel genau nach Anweisung ein und informieren Sie Ihren Arzt bei Nebenwirkungen oder Vorerkrankungen.

Nintedanib (Nintedanib) – verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten in Österreich

Nintedanib ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Tyrosinkinase‑Inhibitoren mit Wirkungen auf Signalwege, die unter anderem für Wachstum und Gefäßneubildung sowie Prozesse im Zusammenhang mit Gewebeumbau und Narbenbildung verantwortlich sind. In der Praxis wird Nintedanib vor allem bei bestimmten interstitiellen Lungenerkrankungen eingesetzt, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Diese Seite hilft Ihnen, die wichtigsten Inhalte zu Wirkprinzip, Einnahme, Verträglichkeit und praktischen Aspekten in einer verständlichen Form zu verstehen. Für Ihre persönliche Behandlung sind immer die Angaben Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes sowie die Gebrauchsinformation maßgeblich.


Grundlegende Produktinformationen

  • Wirkstoff: Nintedanib
  • Arzneimittelgruppe: Tyrosinkinase‑Inhibitor
  • Anwendungsgebiet (häufig): Bestimmte interstitielle Lungenerkrankungen, insbesondere idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) und weitere Formen der progressiven fibrosierenden interstitiellen Lungenerkrankungen
  • Art der Einnahme: Tabletten (üblicherweise zweimal täglich)
  • Wichtig: Die genaue Einnahme und die Dosis hängen von Ihrem individuellen Krankheitsbild und Ihren Begleitmedikamenten ab.

Hinweis: Je nach Präparat und Stärke (z. B. 100 mg oder 150 mg) können sich Darreichungsform und Einnahmefrequenz unterscheiden. Bitte orientieren Sie sich an der Packungsbeilage Ihres konkreten Produkts.


Wie Nintedanib wirkt (Wirkmechanismus)

Nintedanib hemmt bestimmte Enzyme (Tyrosinkinasen), die an Signalwegen beteiligt sind, unter anderem für:

  • PDGF (Platelet‑Derived Growth Factor)
  • FGF (Fibroblast Growth Factor)
  • VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)
  • weitere Signalwege, die mit Fibrose (Narbenbildung) und Gewebeumbau zusammenhängen können

Das Ziel der Therapie ist häufig, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lungenfunktion länger zu stabilisieren.


Pharmakokinetik: Wie der Körper Nintedanib verarbeitet

Pharmakokinetik beschreibt, was der Körper mit einem Arzneimittel macht. Bei Nintedanib sind mehrere Punkte für die praktische Anwendung relevant:

  • Resorption (Aufnahme): Nintedanib wird nach Einnahme aus dem Magen‑Darm‑Trakt aufgenommen.
  • Verteilung: Der Wirkstoff gelangt in den Blutkreislauf und verteilt sich im Körper.
  • Metabolismus (Abbau): Nintedanib wird vor allem über Enzyme in der Leber verstoffwechselt (u. a. über CYP‑abhängige Wege).
  • Elimination (Ausscheidung): Die Ausscheidung erfolgt überwiegend über den Stuhl.
  • Wirkdauer: Durch die pharmakologischen Eigenschaften wird Nintedanib in der Regel in regelmäßigen Abständen eingenommen, häufig zweimal täglich.

Praktisch bedeutet das: Ein gleichmäßiger Einnahmerhythmus und das Beachten von Wechselwirkungen (z. B. mit bestimmten Medikamenten, die Leberenzyme beeinflussen) sind wichtig.


Typische Anwendung: Wofür wird Nintedanib eingesetzt?

Nintedanib wird vor allem bei Erkrankungen eingesetzt, bei denen es Hinweise auf progressive fibrosierende Prozesse in der Lunge gibt. Dazu zählen je nach Zulassungs- und Richtlinienlage unter anderem:

  • Idiopathische pulmonale Fibrose (IPF)
  • Bestimmte progressive fibrosierende interstitielle Lungenerkrankungen (gemäß ärztlicher Beurteilung und Leitlinien)
  • Je nach individueller Situation auch weitere Formen interstitieller Lungenerkrankungen, sofern eine passende Indikation vorliegt

Wichtig: Welche genau zu Ihnen passende Indikation zutrifft, entscheidet Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt anhand Ihrer Diagnosen, Befunde und Verlaufskriterien.


Einnahme-Timing: So nehmen Sie Nintedanib richtig ein

In der Regel wird Nintedanib zweimal täglich eingenommen (z. B. morgens und abends). Damit die Wirkung möglichst konstant bleibt, ist es hilfreich:

  • Gleiche Uhrzeiten an mehreren Tagen hintereinander zu wählen.
  • Abstände einzuhalten (typisch etwa 12 Stunden, je nach Verordnung).
  • Tabletten als Ganzes einzunehmen, sofern dies für Ihr Präparat vorgesehen ist (bitte Packungsbeilage beachten).

Wenn eine Dosis vergessen wurde:

  • Im Regelfall wird eine vergessene Einnahme nicht „nachgeholt“, wenn es schon bald zur nächsten Dosis kommt.
  • Wie genau vorzugehen ist, kann je nach Dosierungsschema variieren. Am besten klären Sie das Vorgehen bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Wenn Sie erbrechen müssen oder die Einnahme nicht bei Ihnen „geblieben“ ist: In solchen Fällen ist die Situation individuell. Häufig gilt: Nicht automatisch mehrfach nachnehmen. Wenden Sie sich zur Sicherheit an Ihre Apotheke oder den behandelnden Arzt.


Food Interactions: Nintedanib und Essen – worauf achten?

Das Essen kann die Aufnahme von Nintedanib beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, die Hinweise zur Einnahme im Zusammenhang mit Mahlzeiten zu beachten.

  • Empfehlung in der Praxis: Nintedanib wird typischerweise mit der Nahrung bzw. mit einer Mahlzeit eingenommen (je nach Präparat/Beipacktext).
  • Wenn Sie Schwierigkeiten haben, regelmäßig zu essen, planen Sie gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam einen praktikablen Rhythmus.

Merke: Achten Sie darauf, die Einnahme so zu gestalten, dass der Zusammenhang zu Mahlzeiten möglichst gleich bleibt (z. B. konsequent morgens und abends mit dem Essen).


Alkohol und Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Alkohol

Bei Einnahme von Nintedanib sollten Sie Alkoholkonsum möglichst vermeiden oder deutlich reduzieren. Gründe können unter anderem sein:

  • mögliche zusätzliche Belastung von Leber und Stoffwechselwegen
  • Erhöhung des Risikos für Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Durchfall bei manchen Personen

Wenn Sie Alkohol gelegentlich trinken, besprechen Sie die Menge und Häufigkeit mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Arzneimittel-Interaktionen

Nintedanib kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken, insbesondere wenn diese bestimmte Enzyme oder Transportproteine beeinflussen. Beispiele für relevante Gruppen:

  • Starke Inhibitoren (Hemmstoffe) bestimmter Enzyme/Transportwege: können die Nintedanib-Spiegel erhöhen.
  • Starke Induktoren (Enzym-„Anschalter“): können die Nintedanib-Spiegel senken und die Wirksamkeit beeinträchtigen.
  • Bestimmte Antibiotika, Antimykotika oder Antikonvulsiva (je nach Wirkstoff) können betroffen sein.
  • Arzneimittel mit Einfluss auf Blutungsrisiko: eine Kombination sollte besonders sorgfältig geprüft werden.

Praktischer Tipp: Führen Sie eine Liste mit allen Medikamenten (inkl. frei verkäuflicher Mittel, pflanzlicher Präparate und Nahrungsergänzungen). Diese Liste hilft, Wechselwirkungen frühzeitig zu erkennen.


Dosis: Übliche Dosierung und Anpassungen

Die konkrete Dosis wird von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt festgelegt. In der Praxis kommen häufig folgende Schemata vor (je nach Präparat und Indikation):

Aspekt Typische Orientierung Wichtiger Hinweis
Häufigkeit In der Regel 2-mal täglich Abstände möglichst konstant halten (oft etwa 12 Stunden).
Startdosis / Erhaltungsdosis Je nach Präparat: z. B. 100 mg oder 150 mg pro Einnahme Unbedingt das Schema Ihres konkreten Medikaments verwenden.
Dosisanpassung Bei Nebenwirkungen kann eine Dosisreduktion oder eine vorübergehende Unterbrechung nötig sein Nur nach ärztlicher Anweisung.
Leberfunktion Bei eingeschränkter Leberfunktion kann eine Anpassung erforderlich sein Regelmäßige Kontrollen von Leberwerten sind üblich.

Wichtig: Bitte ändern Sie Dosis oder Einnahmeplan nicht eigenständig. Wenn Nebenwirkungen auftreten, ist es meist sinnvoll, frühzeitig Unterstützung zu holen, damit Anpassungen rechtzeitig erfolgen können.


Sicherheitsprofil: Mögliche Nebenwirkungen und Warnzeichen

Wie bei allen Wirkstoffen kann es auch bei Nintedanib zu Nebenwirkungen kommen. Die häufigsten betreffen oft den Magen‑Darm‑Trakt oder zeigen sich als Laborveränderungen. Viele Nebenwirkungen lassen sich durch Anpassung des Einnahmeschemas und unterstützende Maßnahmen verbessern.

Häufige oder typische Nebenwirkungen

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen oder Verdauungsbeschwerden
  • Appetitminderung
  • Abgeschlagenheit
  • Erhöhte Leberwerte (z. B. Transaminasen) im Labor
  • Kopfschmerzen oder Schwindel (bei manchen Patientinnen und Patienten)

Wichtige Warnzeichen (sofort ärztlich abklären)

Bitte kontaktieren Sie umgehend medizinisches Fachpersonal, wenn eines der folgenden Zeichen auftritt:

  • Anhaltender oder schwerer Durchfall (insbesondere mit Zeichen von Austrocknung)
  • Starke oder zunehmende Bauchschmerzen
  • Anzeichen einer Leberbeteiligung: Gelbfärbung der Haut oder Augen (Ikterus), stark dunkler Urin, ausgeprägte Müdigkeit
  • Blutungszeichen (z. B. ungewohnte Blutergüsse, Blut im Stuhl oder ungewöhnliche Blutungen)
  • Schwere allergische Reaktionen (z. B. Atemnot, Schwellungen im Gesicht, Nesselsucht)

Überwachung während der Behandlung

In der Regel erfolgen regelmäßige Kontrollen, zum Beispiel:

  • Leberwerte (Laboruntersuchungen)
  • Überwachung des Allgemeinzustands und der Verträglichkeit
  • Je nach Situation weitere Kontrollen, die Ihre Ärztin/Ihr Arzt festlegt

Praktische Anwendungstipps: So verbessern Sie die Verträglichkeit

Wenn Durchfall auftritt

  • Trinken Sie ausreichend (Austrocknung vermeiden).
  • Leichte Kost kann helfen (z. B. zeitweise fettärmer und magenfreundlich).
  • Besprechen Sie frühzeitig passende Medikamente gegen Durchfall mit Ihrer Apotheke oder Ärztin/Ihrem Arzt.

Wenn Übelkeit oder Magenbeschwerden auftreten

  • Einnahme möglichst konsistent im Zusammenhang mit der Nahrung (gemäß Beipacktext).
  • Bei anhaltendem Erbrechen: ärztlich abklären lassen, um Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust zu vermeiden.

Leberwerte im Blick behalten

  • Alkoholkonsum reduzieren/pausieren.
  • Zusatzmedikamente, die die Leber belasten könnten, nur nach Rücksprache.
  • Wiederholte Laborwerte wie geplant durchführen.

Umgang mit Terminen und Alltag

  • Nutzen Sie eine Erinnerungsfunktion (Handy, Tablettenbox mit Tagesbeschriftung).
  • Stellen Sie sicher, dass Sie das Medikament rechtzeitig für Wochenenden/Urlaub vorrätig haben.

Alternative Optionen: Was kommt sonst infrage?

Je nach Art Ihrer interstitiellen Lungenerkrankung und Ihrem individuellen Verlauf können neben Nintedanib weitere Therapieansätze in Betracht kommen. Dazu zählen unter anderem:

  • Andere antifibrotische Wirkstoffe (je nach Indikation und Land/Leitlinienlage, z. B. mit vergleichbarer Zielsetzung)
  • Supportive Maßnahmen wie
    • rehabilitative Therapie
    • gezielte Atemtherapie
    • bedarfsgerechte Sauerstofftherapie (falls verordnet)
  • Therapien, die Begleiterkrankungen adressieren (z. B. wenn entzündliche oder autoimmun bedingte Faktoren eine Rolle spielen)

Ob und welche Alternativen für Sie geeignet sind, hängt stark von Ihrer Diagnose, Komorbiditäten, Laborwerten und der bisherigen Verträglichkeit ab. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Behandlungsteam.


Österreichischer Markt- und Rechtskontext (Überblick)

In Österreich sind Arzneimittel durch das österreichische Arzneimittelrecht und die Vorgaben von Europäischer Arzneimittelzulassung sowie nationale Erstattungssysteme geregelt. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das meist:

  • Die Verfügbarkeit und Anwendung erfolgt auf Basis der zugelassenen Indikationen und der jeweiligen Fach-/Gebrauchsinformation.
  • Therapieentscheidungen werden nach Leitlinien, ärztlicher Einschätzung und individuellen Kriterien getroffen.
  • Die Abgabe in Apotheken folgt den gesetzlichen Vorgaben (z. B. Anforderungen an Qualifikation, Dokumentation und Identitätsprüfung).

Für Patientinnen und Patienten kann außerdem relevant sein, ob eine Therapie im Rahmen von Erstattung/Versicherungssystemen unterstützt wird. Ihre Apotheke oder Ihr behandelndes Team kann dazu Hinweise geben.


Aktuelle Hinweise und „Recent Guidance“ (Leitlinien- und Praxisbezug)

In den letzten Jahren haben sich in der Versorgung von fibrosierenden interstitiellen Lungenerkrankungen und insbesondere bei progressiven Verläufen mehrere Aspekte weiterentwickelt. In der Praxis wird besonders betont:

  • Frühe Identifikation progressiver Verläufe (damit eine passende Therapie rechtzeitig erwogen werden kann).
  • Regelmäßiges Monitoring von Verträglichkeit (z. B. Magen‑Darm‑Symptome) und Laborwerten.
  • Rasche Reaktion auf Nebenwirkungen durch supportive Maßnahmen und ggf. Dosisanpassungen.
  • Berücksichtigung von Wechselwirkungen (insbesondere über Stoffwechselwege in der Leber).

Da konkrete Empfehlungen je nach Diagnosegruppe und individueller Situation variieren, sollten Sie sich an die jeweils gültigen Leitlinien und die Einschätzung Ihres Behandlungsteams halten.


Lieferung und Verfügbarkeit in Österreich

Als Online-Apotheke unterstützen wir Sie dabei, Ihre Arzneimittel zuverlässig und fristgerecht zu erhalten. Die konkrete Verfügbarkeit kann je nach Lagerbestand und Marktsituation schwanken.

  • Verfügbarkeit: In vielen Fällen kann eine kurzfristige Lieferung möglich sein; bei besonderen Packungsgrößen oder Stärken kann es zu Lieferzeiten kommen.
  • Versand: Versand erfolgt üblicherweise innerhalb Österreichs nach den geltenden Versandprozessen.
  • Sendungsverfolgung: Häufig bieten wir eine Sendungsverfolgung, damit Sie den Status einsehen können.

Bei Fragen zu Lieferzeit, vorrätigen Stärken oder alternativen Lieferoptionen erreichen Sie uns über die Kontaktdaten auf unserer Website.


FAQ zu Nintedanib (de-AT)

1) Wofür wird Nintedanib typischerweise verwendet?

Nintedanib wird vor allem zur Behandlung bestimmter fibrosierender interstitieller Lungenerkrankungen eingesetzt, insbesondere bei idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF) und weiteren progressiven Formen, sofern die Indikation zutrifft.

2) Wann merke ich, dass Nintedanib wirkt?

Oft geht es nicht um eine sofort spürbare Besserung, sondern um das Verlangsamen des Krankheitsverlaufs. Das Ansprechen zeigt sich häufig über Zeit anhand klinischer Parameter und Verlaufskontrollen.

3) Kann ich Nintedanib mit Essen einnehmen?

In der Regel wird die Einnahme in Zusammenhang mit Mahlzeiten empfohlen, da dies die Verträglichkeit und/oder Aufnahme beeinflussen kann. Bitte halten Sie sich an die Angaben in der Gebrauchsinformation Ihres Präparats.

4) Was kann ich tun, wenn ich Durchfall bekomme?

Trinken Sie ausreichend, achten Sie auf eine schonende Ernährung und sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Apotheke oder Ärztin/Ihrem Arzt über passende Maßnahmen. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall sollte umgehend medizinische Hilfe eingeholt werden.

5) Muss ich während der Behandlung Leberwerte kontrollieren lassen?

Ja, in der Praxis sind regelmäßige Laboruntersuchungen (insbesondere der Leberwerte) üblich, da Nintedanib Leberparameter beeinflussen kann.

6) Gibt es gefährliche Wechselwirkungen?

Wechselwirkungen sind möglich, insbesondere mit Arzneimitteln, die Stoffwechselwege in der Leber oder Transportproteine beeinflussen. Außerdem kann die Kombination mit Medikamenten, die das Blutungsrisiko erhöhen, relevant sein. Besprechen Sie bitte alle Medikamente und Nahrungsergänzungen.

7) Darf ich Alkohol trinken?

Es wird empfohlen, Alkohol möglichst zu vermeiden oder deutlich zu reduzieren. Bei Fragen zu Ihrer individuellen Situation sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

8) Was passiert, wenn ich eine Einnahme vergesse?

Häufig wird eine vergessene Dosis nicht nachgeholt, wenn die nächste Einnahme bald ansteht. Da dies je nach Schema variieren kann, klären Sie das Vorgehen am besten direkt bei Ihrer Apotheke oder Ihrem Behandlungsteam.

9) Welche Alternativen gibt es, falls Nintedanib nicht vertragen wird?

Je nach Diagnose können andere antifibrotische Therapien oder andere Strategien (supportiv, rehabilitativ, Behandlung von Begleiterkrankungen) in Frage kommen. Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann die passende Option für Ihre Situation bewerten.


Zusammenfassung in Kürze

  • Nintedanib ist ein Tyrosinkinase‑Inhibitor, der Signalwege hemmt, die mit Fibrose und Gewebeumbau zusammenhängen.
  • Typische Anwendung betrifft bestimmte progressive fibrosierende interstitielle Lungenerkrankungen (z. B. IPF).
  • Es wird meist zweimal täglich eingenommen; der Rhythmus und die Einnahme im Zusammenhang mit Mahlzeiten sind wichtig.
  • Häufige Nebenwirkungen sind vor allem Durchfall und Magen‑Darm‑Beschwerden; außerdem sind Leberwertkontrollen bedeutsam.
  • Bitte achten Sie auf Wechselwirkungen und reduzieren Sie Alkohol.

Wenn Sie möchten, können Sie uns auch mitteilen, welches Präparat (Stärke/Packungsgröße) bei Ihnen vorgesehen ist – dann können wir die Informationen zu Einnahme, Nebenwirkungen und praktischen Tipps noch besser auf Ihr konkretes Produkt zuschneiden.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

100mg

Packung: No selection

30 cap, 60 cap, 90 cap, 120 cap, 180 cap